Energieausweis

Wofür ist er? Wer braucht ihn?

Energieausweis

Mit Sicherheit kennen Sie den Benzinverbrauch Ihres Autos. Aber kennen Sie den Energieverbrauch Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung? Das wissen nur die Wenigsten.

Hier verhilft der Energieausweis zu mehr Durchblick: Ob „Energiefresser“ oder „sparsames Haus“ – der Energieausweis nimmt das Gebäude genau unter die Lupe und bewertet den Zustand von Wänden, Fenstern, Dach und Heizung. Für Hausbesitzer ist der Energieausweis eine Orientierungshilfe für die energetische Modernisierung ihres Gebäudes. Er weist die energetischen Mängel des Hauses auf und zeigt, mit welchen wirtschaftlichen Maßnahmen der Energieverbrauch deutlich reduziert werden kann.


Es gibt zwei Arten von Energieausweisen...

Den Verbrauchs- und den Bedarfsausweis. Der Verbrauchsausweis legt nur die Verbrauchswerte der letzten Jahre zugrunde - diese sind bspw. stark vom Heiz- und Lüftungsverhalten der Bewohner abhängig.
Deutlich bessere Information bietet der Bedarfsausweis. Die Fragestellung dazu: Wie viel Energie braucht das Gebäude, um angenehm warm zu sein? Hier berechnet ein Energieberater mit Hilfe einer technischen Analyse aller Gebäudedaten den Energiebedarf des Gebäudes unabhängig vom Nutzerverhalten. Der energetische Zustand des Hauses lässt sich so exakt abbilden. Darüber hinaus zeigt er die Potenziale für mögliche Sanierungsmaßnahmen, mit denen der Zustand verbessert und der Wert der Immobilie gesteigert werden kann.

Herzstück eines jeden Energieausweises ist die Farbskala: Ähnlich wie das Energieeffizienz-Label, das heute bei Elektrogeräten selbstverständlich ist, verdeutlicht eine Skala von Grün bis Rot im Energieausweis den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung. Im roten Bereich muss mit sehr hohen (und steigenden) Heizkosten gerechnet werden.

Wann ist ein Energieausweis Pflicht?

Eigentümer, die ihr Gebäude selbst bewohnen, benötigen keinen Energieausweis. Diesen braucht ein Eigentümer nur, wenn das Gebäude vermietet, verkauft oder verpachtet werden soll. Der Energieausweis muss dem potenziellen Interessenten im Rahmen der Wohnungs- oder Hausbesichtigung vorgelegt werden. Seit Juli 2008 ist der Energieausweis Pflicht für Wohngebäude, die bis einschließlich 1965 gebaut wurden und seit Januar 2009 für alle jüngeren Wohngebäude.


Wer darf einen Energieausweis erstellen?

Die Aussteller von Energieausweisen müssen eine „baunahe“ Ausbildung absolviert haben. Berechtigt sind z.B. Ingenieure, Architekten und qualifizierte Handwerker. Eine zentrale Zulassungsstelle gibt es derzeit noch nicht. Die Deutsche Energieagentur [dena] bietet eine Expertenliste, deren Qualifikation vor der Aufnahme in die Datenbank durch die dena geprüft wird.

Dort ist auch unser Ingenieurbüro gelistet.



dena-Gütesiegel für Energieausweise

dena GütersiegelSeit dem 1. Juli 2009 ist der Energieausweis Pflicht für viele Gebäude. Er soll helfen, den Energieverbrauch in einem Gebäude besser abzuschätzen. Aber: Je einfacher und billiger ein Energieausweis erstellt wurde, desto eher sind Zweifel an der Korrektheit und Aussagekraft des Ergebnisses angebracht. Woran erkennt man also, ob ein Energieausweis verlässlich ist?

Das dena-Gütesiegel garantiert einen Energieausweis von hoher Qualität und hilft dadurch das Vertrauen aller Marktteilnehmer in den Energieausweis zu stärken. Die Anforderungen der dena gehen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Interessierte Aussteller müssen eine höhere Qualifikation im Bereich Energieberatung nachweisen und sich freiwillig verpflichten, beim Erstellen eines Energieausweises bestimmte Qualitätsstandards einzuhalten.

Das Gütesiegel bekommen nur Energieausweise, die auf der Grundlage einer technischen Analyse des Gebäudes (Bedarfsausweis) ausgestellt werden. Die Gebäudedaten müssen vom Aussteller persönlich bei einer Vor-Ort-Begehung aufgenommen werden. Bekommt er Pläne und andere Unterlagen vom Eigentümer, muss er ihre Übereinstimmung mit dem Gebäude vor Ort überprüfen. Das erhöht die Genauigkeit des Energieausweises und die Qualität der Modernisierungsempfehlungen.

Mit den hohen Qualitätsstandards der dena wird sichergestellt, dass der Energieausweis mit dena-Gütesiegel ein verlässliches Instrument für die Bewertung der energetischen Gebäudequalität ist und bietet einen Einstieg in die Gebäudemodernisierung. Die dena führt regelmäßig Qualitätskontrollen durch.

Quelle: dena

Energieberatung
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